Moderation: Daniel Kaufeld Arbeitskreis
Protokollführung: Achim Goltz Arbeitskreis
Referenten: Ilona Hippler-Jacobsen Stadtwerke Münster
  Ulrich Karl Stadtwerke Münster
  Günther Kronberg Stadtwerke Münster

Mit einer vielversprechenden Einleitung von Daniel Kaufeld zum o.g. Thema „Workforcemanagment“ entwickelte sich schnell eine angeregte, teilweise auch mit Emotionen behaftete Diskussion.

Auslöser dieser Debatte waren unter anderem die geäußerten Zitate zum „Workforcemanagement“, die sich wie folgt zusammenfassen lassen:

  •  „Zur richtigen Zeit mit den richtigen Mitarbeitern am richtigen Ort“
  • „der sogenannte Kombimonteur“
  •  „Wegeoptimierung durch Routenvorgabe bei Zählerwechsel“
  • „das sogenannte Veränderungsmanagement“

Herr Kronberg (BR) teilte den Teilnehmern mit, dass aus seiner Sicht das ganze Projekt deshalb so gut umgesetzt wurde, da der BR von Anfang an mitwirken konnte.
Er berichtete im weiteren Verlauf der Diskussion aber auch von Hürden, die diesen Veränderungs-prozess begleiteten.
So sind von ursprünglich 270 – 280 Mitarbeitern ca. 35 Mitarbeiter in die Altersteilzeit gegangen (einige waren nicht bereit, sich auf den Veränderungsprozess einzulassen). Ein Großteil der Mitarbeiter unterzog sich einer mehrmonatigen Ausbildung (EUP) zur elektronisch unterwiesenen Person.
Auch wurden neue Positionen geschaffen, die durch interne Bewerbungen und Auswahlverfahren besetzt werden konnten.
Die Frage nach einer möglichen Regulierung wurde mit dem Entwickeln von Kennzahlen, deren Auswertung eine mögliche Reaktion herbeiführt, begründet.
Bei dem ganzen Veränderungsprozess wurde auch der Aufwand dem Nutzen gegenübergestellt. Eine mit Zahlen behaftete Aussage wurde nicht geliefert, jedoch war man bereit zu sagen, dass eine Amortisierung sich schon nach einem Jahr abzeichnet.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Verrechnung der Arbeitszeiten von Mitarbeitern, die dem WFM unterliegen.
So geschieht das Ein/bzw. Ausstempeln über ein von dem Arbeitgeber gestelltes MDA, welches einmal pro Team ausgestellt wurde. Nicht erfasste Stunden werden über Korrekturbelege rückwirkend eingepflegt.
Sollten wetterbedingte Ursachen vorliegen, die es dem AG unmöglich machen seine MA zu beschäftigen, müssen nicht immer einvernehmlich, die MA auf ihre Stundensalden zurückgreifen. Das Limit beträgt hier minus 80 Stunden.
Die Frage, ob nach Umstellung auf WFM die Krankenstände höher geworden sind, wurde verneint.
Zur Thematik „Wegeoptimierung durch Routenvorgabe bei Zählerwechsel“ äußerte sich der HAL und erläuterte, dass es keine restriktive Regelung der Abarbeitung von Aufträgen, wie z.B. Wartungen, gibt.

Weitere Fragen bezogen sich im Wesentlichen auf das schon erwähnte.

Fazit:
Alles in Allem ist es ein sehr emotionales Thema, es entstand eine spannende Diskussion, die einiges offen lässt, aber auch gerade deshalb sehr vorsichtig angegangen werden muss.